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Geschichtlicher Überblick |
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Die Geschichte unserer Schule begann, als in einer Villa am Ufer des Schlachtensees
(Seestraße 2) eine Schule eingerichtet wurde. Im Jahre 1908 übernahm Edith Lehwess diese
Schule auf eigene Kosten.
Der Zwillingsbruder von Fräulein Lehwess (Regierungsbaumeister
und Architekt) baute inzwischen auf dem elterlichen Grundstück in der Von-Luck-Straße das
neue Schulhaus, in dem die „Privatschule Nikolassee“ (im Volksmund „Lehwess-Schule“
genannt) am 6. Januar 1909 eröffnet wurde. In der Folgezeit wurde die Schule zu einer
„Höheren Mädchenschule“ ausgebaut.
Der stetige Ausbau der Schule wurde durch den
Kriegsausbruch 1914 unterbrochen. In der Zeit zwischen den Weltkriegen hatte die Schule
zahlreiche Probleme zu bewältigen, eines der größten war die Inflation.
Schon seit 1923 hatte die Schule nun um 200 Schüler, so daß 1925 erneut angebaut
werden mußte, es kamen 4 größere Klassenräume hinzu.
1936 mußten die Grundschulklassen aufgegeben werden, aber die Schülerzahlen
gingen längerfristig nicht zurück, da zunehmend Schülerinnen von städtischen
Schulen auf die Private Oberschule Nikolassee umgeschult wurden, offenbar
wegen der zunehmenden NS-Erziehung an den städtischen Schulen.
Frau Lehwess legte 1940 ihr Amt als Schulvorsteherin nieder und bestimmte Frau Margarete Carrière- Bellardi zu ihrer Nachfolgerin.
Im Jahre 1941 bekam die Schule einen neuen Namen: Sie hieß fortan „Schule am Föhrenwald - Private Oberschule für Mädchen“.
Zwei Jahre später wurde das
Schulgebäude nach der Evakuierung von der Kriegsmarine und einer kriminalbiologischen
Abteilung der Polizei beschlagnahmt. Frau Lehwess verkaufte Schule und Grundstück im
Jahre 1944 an die Stadt Berlin. Nach einer kurzzeitigen Beschlagnahmung der Schule durch
die Russen nach Kriegsende und der Amtsenthebung von Frau Carrière- Bellardi wegen ihrer
NSDAP-Mitgliedschaft fand eine Vereinigung der Schule mit der Marie-Diers-Schule statt,
ihr neuer Name war: „Malwida-von-Meysenbug-Schule“.
Die Leitung der Schule übernahm
Frau Edith Schwenzner. Fortan war es keine reine Mädchenschule mehr. 1951 erhielt der
Schulname den Zusatz „Oberschule Wissenschaftlichen Zweiges“. Seitdem war unsere Schule
ausschließlich Gymnasium.
Im Sommer 1964 wurde das Gebäude der Tews-Schule der
Malwida-von-Meysenbug-Schule zur Verfügung gestellt. Hiermit war der Umzug aus der
Von-Luck-Straße in die Beskidenstraße besiegelt. Im Jahr darauf übergab Frau Schwenzer
ihr Amt an Herrn Dr. Jürgen Helmert.
Nachdem das Schöneberger „Werner-von-Siemens-Realgymnasium“ 1935 geschlossen wurde, sollte es nun wieder ein Werner-von-Siemens-Gymnasium in Berlin geben. Die Wahl fiel auf unsere Schule. Am 25. Mai 1967 wurde die Malwida-von-Meysenbug-Schule in Werner-von-Siemens-OG umgetauft. Von da an wurde der natur- und sozialwissenschaftliche Bereich besonders ausgebaut und gefördert. 1987 ging der damalige Schulleiter Herr Dr. Jürgen Helmert in den Ruhestand. Sein Nachfolger wurde Herr Dirk Reich.

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